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Pflichtversicherung für Jäger
Die Jagdhaftpflichtversicherung ist eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung, die jeder Jäger zur Lösung seines Jagdscheines bei der Jagdbehörde vorweisen muss.

Die Jagdhaftpflichtversicherung übernimmt Schäden, die Sie einem Dritten zugefügt haben, z. B. wenn ein baufälliger Hochsitz einstürzt, Ihr Jagdhund oder Ihr Beizvogel ein anderes Tier verletzt oder tötet, Sie durch den Gebrauch Ihrer Schusswaffe einen Schaden herbeiführen oder Ihr Jagdhund einen Verkehrsunfall verursacht.

Dabei schützt die Jagdhaftpflichtversicherung Sie vor Schadenersatzansprüchen, die gegen Sie geltend gemacht werden. Der Versicherer prüft, ob und in welcher Höhe Sie zum Schadenersatz verpflichtet sind, und übernimmt die berechtigten Schadenersatzansprüche bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden.

Unberechtigte Schadenersatzansprüche werden juristisch abgewehrt; im Falle eines Rechtsstreites führt der Versicherer den Prozess für Sie und trägt die anfallenden Kosten.

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Laut Deutschem Jagdverband wurden in der vergangenen Saison ( 1 April 2019 bis 31. März 2020) 202.000 Waschbären erlegt. So viele wie noch nie. Das ist ein Plus von 22% im Vergleich zur vorherigen Saison.


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November 2020

Das Jagdrecht wird bundesweit vereinheitlicht. Ziel ist es, den Umwelt- und Tierschutz zu verbessern. Schäden durch Rehwild bei der Aufforstung von klimastabilem Mischwald sollen reduziert werden. Auch der Bleianteil in der Munition soll minimiert werden. Das Kabinett hat den Gesetzentwurf auf den Weg gebracht. Alle Änderungen im Überblick:

Gleiche Voraussetzungen: Die Ausbildung und die Prüfung von Jägern und Falknern sollen stärker angeglichen werden.

Rehwild kann bei der Aufforstung von klimastabilerem Mischwald großen Schaden anrichten. Was unternimmt die Bundesregierung dagegen?

Die Wiederbewaldung von geschädigten Waldflächen beziehungsweise der Waldumbau zu klimastabilerem Mischwald machen es erforderlich, zu hohe Rehwild-Bestände zu reduzieren. Baumarten wie Tanne, Bergahorn, Buche, Esche, Eiche und Hainbuche werden durch sie stark verbissen, Aufforstungen gehen damit verloren.

Deshalb soll die Eigenverantwortung vor Ort gestärkt werden, Jagdgenossenschaften beziehungsweise Grundeigentümer sowie Jagdpächter sollen sich künftig über einen jährlichen Abschusskorridor für Rehwild im Jagdpachtvertrag verständigen. Die behördliche (Höchst-) Abschussplanung für Rehwild wird abgeschafft.

Grundlage für die Einigung sollen Vegetationsgutachten sein, die um eine Lebensraumanalyse des Rehwildes ergänzt werden.

Welche Änderungen zur Verwendung von Bleimunition sind geplant?

Untersuchungen des Bundesamtes für Risikobewertung haben ergeben, dass beim Verzehr von Wildbret durch die Kontaminierung des Wildes mit Blei aus Jagdmunition Risiken insbesondere für Schwangere, Frauen im gebärfähigen Alter, Kinder unter sieben Jahren und sogenannte Extremverzehrer von Wildbret bestehen. Extremverzehrer sind diejenigen, die bis zu 90 Wildmahlzeiten im Jahr zu sich nehmen.

Der Grad der Kontaminierung wird zudem maßgeblich durch die Konstruktion der Büchsenmunition bestimmt. Diese hat gleichfalls großen Einfluss auf die Tötungswirkung. Eine optimale Tötungswirkung ist wiederum entscheidend, um Tierleid zu verhindern.

Ziel des Gesetzentwurfes ist deshalb, die Anforderungen an Büchsenmunition bezüglich ihrer Bleiabgabe an Mensch und Umwelt und ihrer Tötungswirkung bundeseinheitlich festzulegen. Der Bleianteil soll minimiert und gleichzeitig sichergestellt werden, dass die Munition über eine ausreichende Tötungswirkung verfügt.

In den einzelnen Bundesländern bestehen unterschiedliche Anforderungen an die Ausbildung und Prüfung von Jägern und Falknern. Welche Änderungen sieht der Gesetzentwurf vor?

Im Rahmen der Kompetenz des Bundes, das Jagdrecht zu regeln, wird angestrebt, insbesondere die Prüfungsvoraussetzungen für die Jäger- und Falknerprüfung zu vereinheitlichen. Dadurch soll eine stärkere Ausprägung einzelner Fachgebiete wie Wildschadensvermeidung, Fallenjagd, Wildbrethygiene und Lebensmittelsicherheit erreicht werden.

Zudem führt die Neuregelung ein jährliches Schießtraining für Teilnehmende an Gesellschaftsjagden ein. Das zusätzliche Training wird mehr Schusssicherheit gewährleisten und damit unnötiges Tierleid verhindern.

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich weiter aus. Gibt es neue Regelungen, um die Bekämpfung zu intensivieren?

Neben dem Bundesland Brandenburg ist mittlerweile auch Sachsen von der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest betroffen. Um die Bekämpfung der Schweinepest zu verstärken und die Effizienz der Jagd auf Schwarzwild zu steigern, sieht der Gesetzentwurf vor, nun auch Nachtsicht- und Nachtzielgeräte sowie Infrarotaufheller jagdrechtlich zuzulassen.

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Jagdrecht Änderungen


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